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16.10.2014

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FX-Bär

FX-loop? Parallel? Seriell? Mischpotis und Leveladjust?

Ja was haben wir denn hier? Ein Effektgerät! Und wo soll das hin? Vor den Amp? Hinter den Amp? In den Amp? Und was zum Geier sind diese Send- und Return Anschlüsse den nun?

Der Reihe nach!

Klären wir mal kurz, was ein Gitarrenamp zu zu bieten hat. Da wäre die Input Buchse, diese liegt direkt vor der Vorstufe, dem Soundbildenden Teil unseres geliebten Verstärkers. Dann folgt der FX-Loop (auf deutsch Effektweg) und dann kommt die Endstufe. Die macht eigentlich nur eins: richtig! LAUT!

Warum aber wurde der FX-loop aber zwischen Vor- und Endstufe gelegt?
Auch einfach, denn die meisten Verstärker haben ja 2 oder mehr Kanäle, die für ordentlich Verzerrung sorgen. Tut man nun einen Reverb (Hall) Vor der Amp, klingt das im cleanen Kanal meistens hervorragend, aber wenn man in den verzerrten wechselt... oh Graus! Was für ein Mulm und Matsch! Und woher kommt das???
Das Signal bekommt schon vor dem Amp-internen Verzerrer den Hall zugesetzt und wird dann erst verzerrt, d.h. das mit Hall angericherte schöne Signal wird einmal durch den Schredder gezogen und dann Laut gemacht (- von den Endstufe). Ergo: völliges Soundchaos!
Und dann kam mal einer auf die Idee, als erstes das Signal zu verzerren und dann erst den Hall dazuzufügen und dann das ganze laut zu machen! Klingt gleich so, wie wir es von unseren Helden gewohnt sind! Klar und sauber! Und dazu wurde dann nach dem “Verzerrer” (also quasi dem zerr-Kanal unseres geliebten Amps) eine Buchse gelegt, die aus der Vorstufe rauskommt, und eine zweite, die in die Endstufe (die ja nur LAUT macht) reingeht. Und so wurden, Send und Return erfunden.

Parallel und Serieller Effektweg?
Nun, auch das ist einfach:

Parallel,
 bedeutet, dass es neben der Verbindung von Vor- und Endstufe ne Abzeigung gibt, wo wir unser Effekt reinhängen. Das Originalsignal der Vorstufe geht also direkt an die Endstufe und ein gewisser Anteil durch den Effekt.
Meist liegt daneben gleich noch ein Poti, mit dem das Verhälltnis von Originalsignal und Zugemischtem Effekt, geregelt werden kann.

Seriell:
Hier gibt es nur einen Signalweg, der dierekt an der Buchse (Send) aufhört, dann durch das Effekt geht (zu 100 Prozent) und dann in die Endstufe.

Praxis:
Manche Hersteller haben sich viele Gedanken darüber gemacht, welche Variante der Kunde bevorzugen wolle und haben gleich 2 Potis an den Effektweg gesetzt. Damit lässt sich in Handumdrehen aus einem Parallel loop ein serieller machen, je nach Potistellung und das ganze Stufenlos. Für jeden Geschmack!

Und nun die “Fragen ALLER Fragen”: welches Effekt gehört wohin???
Oft und gerne in allen Foren der Welt wiederkehrend gestellt! Und die Antworten???
GRUNDSATZ:
Alles kann, nichts muss! Soll heißen: verkabelt euch nach GESCHMACK und Vorliebe!
Es gibt kein Patentrezept!
Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Effekte wie Hall oder Delay im FX-loop nach aller Regeln der Kunst (-welche ich ja grad für nichtig erklärte ;-) am besten im FX-weg des Amps aufgehoben sind und andere Effekte, wie WAH und Modulationen (Chorus, Flanger etc.) VOR dem Amp gehören. Aber probiert es aus! Alles kann, nix muss!

Sonderfall: MULTIFX
fangen wir mit 19” (Zoll) Effekt-Multis an. Nach meiner Erfahrung kommen diese am besten (siehe aber auch Bedienungsanleitung deines Herstellers!) im SERIELLEN Effektloop, da dort die Hall- und Delay Effekte am saubersten abgebildet werden können.

Bodenmultis:
Hier gibt es virteljährlich neues auf dem Markt, mit neues Features, unzählichen Modellings und loops und und und. Da kann man nicht pauschalisieren, ob das Ganze vor dem Amp, in den FX-loop oder nach der “4 Kabel Methode” am sinnvollsten nutzbar ist. Dieses sollte man durch probieren und studieren der Anleitung für sich selbst herausbekommen.

Viel Spass beim FX-perimentieren! Und zur Not kann auch jede gute Amp-Schmiede aus einem parallelen FX-Weg, einen Seriellen zaubern, je nach Geldbeutel und Geschmack!