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16.10.2014

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PICKUP-Bär

Was Tonabnehmer-Tausch nun wirklich bringt...

Viele Leute fragen mich regelmäßig, welchen Pickup (Tonabnehmer) ich ihnen für die jeweilige Gitarre Empfehlen würde. Und dann mache ich einen Sprung zurück!
Pickups kosten Geld! Klarer Fall! Doch nur wenige von uns haben soviel über, um da eben locker 350,-€ in neue Soundmaschinen zu investieren. Und da komme ich ins grübeln...

Viele meiner Freunde sind hervorragende Gitarristen! Wollen aber nun auch das Quentchen “MEHR” an Sound herausholen. Und dann fragen Sie mich nach Pickups???
 

Hmmm....
Als erstes schau ich mir meist deren Gesamt-Setup an. Sprich: Gitarre ok? Amp ok? Effekte OK? Geldbeutel OK?

Zu 90 Prozent komme ich, als gelernter Elektroniker zu dem Schluss, dass die nächste Investition meiner Probanden weniger in die Pickups fließen sollten, als in bessere Kabel, Spannungsversorgungen (siehe FX-Board) und andere Kleinigkeiten.

Da kam mal einer an, mit seiner Gibson Les Paul Custom Shop und wollte mich allen ernstes fragen, welche Pickups man da besser reinschrauben könne! Ich sah mir sein Setup an und wurde sprachlos... billigste Patchkabel, billigste Effekte und nen Transistoramp...
Ich hielt mich zurück und meinte, die nächste Investition sollte besser in einen Röhrenamp gesteckt werden, weil A) : die Gitarre großartig ist, und der Typ B) : ein unglaublich guter Gitarero ist! Warum dann bitte neue Tonabnehmer???

Der “Haben-Wollen-Faktor”:
Klar, jeder denkt, mit dem Produkt XY ist man gleich ein besserer Gitarrist! Blödsinn! Mal ehrlich: würdet ihr, nur weil weil ihr ne 15000 Euro teuro halbvergoldete Edelklampfe umgeschnallt bekomt, über euer Equippement besser klingen????

Real-Faktoren:
Meistens analisiere ich dann das “schwächste Glied” in der Kette und bitte die Person freundlich, doch erstmal diese technischen “Unwerke” gegen übliche, gut qualitative Produkte zu tauschen, anstatt, gleich intensiv-Eingriffe in das Eingeweide der Gitarre zu unternehmen und Unmengen an Euro-Dollar zu verbrennen.

Meist wird mein Rat befolgt.

Kommt aber einer, der wirklich gut ist, gut verdient, perfektes Equippement  hat und sonst auch menschlich ok ist, und mich dann noch fragt... Ja, dann ist guter Rat oft leider auch teuer!

Aber was bringts???

In der Rubrik “TESTS” könnt ihr gerne mal den Unterschied ausmachen, zwischen guten Stangenwaren-Tonabnehmern und “Vodoo”-made-in-Germany Pickups. Ganz ehrlich? Der Unterschied ist hörbar, aber marginal! Sprich: JA, die neuen Dinger machen Laune und man meint wirklich, ein paar mehr Obertöne zu hören und überhaupt ist das dann das “Nonplusultra” in sachen SOUND! Aber wenn man es nüchtern betrachtet, sind es nur “Nuancen”, quasi das I-Tüpfelchen auf dem ohnehin gutem “I”nstrument.

In meinem persöhnlichem Wahn als Fanatiker des guten Tons habe ich schon gut 1000,-Euro für Pickups investiert. Aber was kam als Fazit bei rüber?

FAZIT:
es gibt Gitarren und Leute, die mit sich in der Kombination einfach nur gut klingen und Spass machen!!! Und ja, es gibt beachtlich gute Tonabnehmer auf der Welt, die in wirklich guten Klanghölzern auch wirklich gut tönen, aber wenn man ehrlich ist: in einer Supermarktgitarre taugen auch die besten Pickups NIX! Und in einer wirklich guten Gitarre bringen die besten Pickups der WELT aber auch nur winzige Nuancen ans Tageslicht (: besser: Gehör). Und nun das Wichtigste: Was ist es mir Wert?
Klar, wenn man das Geld hat, sich den Spass zu erlauben... DO IT! Es sind schon Klangerlebnisse, aber Vorsicht! : Ein toller Tonabnehmer macht aus einer Supermartklampfe noch keinen Edelsound! So ist es und so wird es immer bleiben...

Schont euren Geldbeutel, aber wenn er etwas voller ist und die Substanz der Klampfe stimmt, macht es dennoch Spass, in die Welt der “reversed wound” und “specials” einzusteigen, um dem I-tüpfelchen noch den Vodoo-Zauber aufzusetzen!